Kreditkarten Definition & Erklärung

Die Kreditkarte wird mehr und mehr zu einer häufig genutzten Alternative, wenn es darum geht, für kurze Zeit einen überschaubaren Kredit in Anspruch zu nehmen. Ganz besonders im Vergleich zu den horrenden Dispokredit-Zinsen erweist sich der Kredit über die Kreditkarte nicht nur als effektiv günstiger, sondern darüber hinaus auch als deutlich flexibler.

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Viele Kreditkarten bieten Option der „Zahlpause“

Wer eine Kreditkarte über seine Hausbank bestellt, der entrichtet in der Regel eine Jahresgebühr für die Nutzung der Karte. Diese Gebühren werden in jedem Fall, also auch dann fällig, wenn kein Kredit über die Kreditkarte in Anspruch genommen wird. Immer mehr Anbieter bieten mit ihren Produkten aber auch eine „kostenlose Alternative“, die es zudem ermöglicht, den Kreditrahmen für einen bestimmten Zeitraum in Anspruch zu nehmen, ohne dass dafür Zinsen fällig werden.

In der Regel beträgt dieser Zeitraum der kostenlosen Inanspruchnahme des Kredites – häufig auch Zahlpause genannt – bis zu 30 Tage. Doch auch nach diesem Zeitraum sind die Zinsen deutlich geringer als bei einem Dispo-Kredit. Nachteil derjenigen Kreditkarten, bei deren Nutzung keine Jahresgebühr fällig wird, liegt meist darin, dass diverse Zusatzleistungen, wie zum Beispiel eine Reiseversicherung, nicht mit im Leistungsspektrum der Karte inbegriffen sind. (siehe auch Lexikon Eintrag “Kosten einer Kreditkarte” )

“Unechte” und “echte” Kreditkarten

Verschiedene Kreditkarten

Quelle: © Silroby - Fotolia.com

Ein wesentlicher Punkt, in dem sich viele Kreditkartenprodukte unterscheiden, ist das Konto, von dem der über die Karte in Anspruch genommene Betrag abgebucht wird. In diesem Zusammenhang ist sehr häufig auch von „echten“ und „unechten“ Kreditkarten die Rede. Einige Kreditkarten nutzen ausschließlich die Bezahltechnologie der typischen Kreditkarte (z.B. Master- oder Visa-Card), während der fällige Betrag aber trotzdem wie gewohnt vom Guthaben des Girokontos abgezogen wird. Herkömmliche Kreditkarte und traditionelle Maestro-Karte unterscheiden in diesen Fällen nur unwesentlich, weshalb diese Kartenprodukte auch als Debit- bzw. “unechte” Kreditkarten bezeichnet werden.

Traditionelle Kreditkarten sind mit einem separaten Kreditkartenkonto kombiniert, welches ggf. auch im Guthaben geführt werden kann. Im Gegensatz zum herkömmlichen Girokonto können auf diesem Konto jedoch ausschließlich Überweisungen gutgeschrieben werden. Abbuchungen über das Lastschriftverfahren funktionieren nicht.

Das Kreditkartenkonto kann im Rahmen des zuvor festgelegten Kreditrahmens überzogen werden. Der Ausgleich des Saldos geschieht dann z.B. über eine monatlich festgelegte Rate, die dem angegebenen Referenz-Girokonto in Rechnung gestellt wird. Das Praktische: Sonderzahlungen können zu jedem Zeitpunkt und in jeder beliebigen Höhe getätigt werden. Hierbei handelt es sich nicht zuletzt um einen der wesentlichen Unterschiede im Gegensatz zu herkömmlichen Kreditverträgen, die zum Beispiel über die Hausbanken abgeschlossen werden können.

Weitere Infos benötigt? “Was ist eine Kreditkarte” lesen !

Merkmale der traditionellen Kreditkarte im Überblick:

  • Kreditkarte ist mit separatem (Kreditkarten-)Konto kombiniert
  • Ausgleich geschieht via Lastschriftverfahren vom angegebenen Referenzkonto
  • häufig attraktive Zahlpausen, die über einen bestimmten Zeitraum einen zinsfreien Kredit ermöglichen
  • im Falle von Sondertilgungen gibt es keine Beschränkungen in Bezug auf Höhe und Häufigkeit der Zahlungen
  • günstiger als Dispo-Kredite
  • flexibler als traditionelle Kredite
  • Kreditrahmen ist individuell beschränkt
AUTOR

Fabian Simon

Erste Aktien-Trades im Alter von 14 Jahren, kaufmännische Ausbildung, Studium im Wirtschafts-Bereich. Auf FInanz-Liga.de teile ich mein angesammeltes Finanz-Wissen. Verständlich & ehrlich!

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