Der Ratenkredit im Detail erklärt

Als Ratenkredit, welches auch als Konsumkredit oder aber auch als Anschaffungsdarlehen bezeichnet wird, wird ein Darlehen über einen vorher festgelegten Geldbetrag, welcher in immer gleichbleibenden monatlichen Raten mit einem vorher vereinbarten Zinssatz und einer festgesetzten Anzahl an Monatsraten zurückgezahlt wird.

Die Monatsraten im Detail

In diesen Monatsraten sind die Kredittilgung, die vereinbarten Zinsen und auch eventuell anfallende Gebühren des Kreditinstituts enthalten. Diese Kredite werden meist mit unterschiedlichen Laufzeiten und in Höhe von 1.000 bis 75.000 Euro vergeben. Solche Kredite werden bereits seit den 1950er Jahren angeboten und waren als erstes das Hauptgeschäft von Teilzahlungsbanken aber mittlerweile werden sie allgemein nur von Geschäftsbanken angeboten.

Die Abwicklung – wird ein Ratenkredit aufgenommen?

Ratenkredite beschreiben meistens standardisierte Produkte einer Bank für private Kunden und werden zu den gebräuchlichsten Kreditarten gezählt. Häufig werden diese Kredite als Blankodarlehen gewährt, das heißt man muss keine Sicherheiten nachweisen außer einem Nachweis über den eigenen Lohn oder das Gehalt als Kreditsicherheit. Auch kann es bei einer nicht ausreichenden Bonität des Kreditnehmers, kann die Bank eine Bürgschaft fordern.

Wie bereits gesagt, erfolgt die Tilgung in gleichbleibenden Monatsraten, welche neben der Kredittilgung auch noch die Zinsen und eventuelle Gebühren des Kreditinstitutes beinhalten. Die Zinsen eines Ratenkredits liegen für gewöhnlich höher als bei einer Baufinanzierung aber meist niedriger als bei Dispositionskrediten. Häufig fallen einmalige Bearbeitungsgebühren an, welche in der Regel bei 2 bis 3,5 % der Kreditsumme liegen. Auch wird meist mit einem Ratenkreditvertrag eine Restschuldversicherung abgeschlossen, welche wiederum Kosten verursachen kann.

Meistens werden auch die Zinssätze als bonitätsabhängiger (siehe Bonität) Zinssatz frei festgelegt, daher bieten ein Paar Direktbanken günstigere Ratenkredite an als Filialbanken.
Ein Kreditvertrag für einen Ratenkredit muss den Effektivzins beinhalten, damit eine leichte Vergleichbarkeit der anfallenden Kreditkosten unterschiedlicher Kreditinstitute sichergestellt werden kann.

Die Kündigung eines Ratenkredites

durch den Kreditnehmer:

Seit 2010 gilt, dass des Kreditnehmer jederzeit und ohne dass die Kündigungsfrist eingehalten wird vom Darlehensvertrag zurücktreten kann.

Allerdings dürfen Banken, wenn der Kreditnehmer vor Ende der Laufzeit aus dem Vertrag aussteigt, eine Vorfälligkeitsentschädigung verlangen können.

Die Höhe dieser Entschädigung liegt bei 12 Monaten Restlaufzeit bei maximal 1,0 % und bei einer geringeren Restlaufzeit bei maximal 0,5 % des Restbetrages.


durch die Bank:

Eine Bank darf den Kreditvertrag nur dann kündigen, wenn der Kreditnehmer mindestens mit zwei Raten ganz oder auch nur teilweise im Verzug ist und diese Rückstände müssen bei einer Laufzeit von unter 3 Jahren von mindestens 10 % bzw. bei über 3 Jahren von 5% des Nennbetrages bestehen und außerdem muss die Bank mit der dritten Mahnung die Kreditkündigung mit einer Frist von 2 Wochen androhen.

Alle Infos auf einem Blick

  • der Ratenkredit heißt oft auch Konsumentenkredit oder Anschaffungsdarlehen
  • der Kredit wird per Monatsraten getilgt
  • die Laufzeiten sind unterschiedlich
  • Kredithöhe in der Regel von 1.000€ bis 75.000€ (siehe z. B. 500 € Kredit, 2000 € Kredit oder 10.000 € Kredit )
AUTOR

Fabian Simon

Erste Aktien-Trades im Alter von 14 Jahren, kaufmännische Ausbildung, Studium im Wirtschafts-Bereich. Auf FInanz-Liga.de teile ich mein angesammeltes Finanz-Wissen. Verständlich & ehrlich!

mehr...

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *