Binäre Optionen & Steuern - sind Gewinne steuerpflichtig?

Da der Handel mit binären Optionen noch ein recht neues Finanzprodukt ist, gibt es auch noch keine Urteile darüber, wie binäre Optionen aus steuerlicher Sicht gehandhabt werden müssen. Im Grunde wird bei binären Optionen gewettet, wenn auch auf einen Basiswert und das macht binäre Optionen steuerpflichtig,denn sie werden nicht zum Glücksspiel gezählt, da der Trader die Absicht hat, zu gewinnen.

Viele Mitgliedsstaaten der EU haben in den vergangenen Jahren die Abgeltungssteuer auf Kapitalerträge eingeführt, aber streng genommen ist die Abgeltungssteuer keine Steuer, sondern nur eine Art Erweiterung der Einkommenssteuer. Besteuert werden nur die Erträge aus Zinsen und Dividenden, in Deutschland wird seit dem 1. Januar 2009 auch noch die Wertsteigerung aus Kapitalvermögen erfasst.

Die Pflicht der Banken

In Deutschland haben alle Banken die Pflicht, immer dann, wenn zum Beispiel Aktien verkauft und gekauft werden, die Abgeltungssteuer an das Finanzamt abzuführen. Die Steuer wird aber nur dann fällig, wenn es zwischen dem Kauf und dem Verkauf auch Gewinne gab, aber auch die Verluste werden vom Fiskus berücksichtigt. Wenn es Verluste gegeben hat, dann werden diese durch die bereits gezahlten Steuern wieder gutgeschrieben. Aber besonders wenn es um den Handel mit binären Optionen geht, kann es Probleme geben.

Das Werkzeug eines jeden Traders ist sein Kapital, und immer dann, wenn das Finanzamt unmittelbar nach einem Gewinn diesen besteuert, dann ist das ein deutlicher Nachteil gegenüber den Gewinnen, die erst beim jährlichen Steuerbescheid aufgeführt werden müssen.

Vor allem Broker haben damit Schwierigkeiten, denn wenn in einem kurzen Zeitraum viele Trades durchgeführt werden, dann verliert der Broker schnell die Übersicht und das kann zu Problemen mit dem Finanzamt führen.

Broker im Ausland

Viele Broker wählen sehr bewusst ihren Standort, und der ist gerne im Ausland, zum Beispiel auf den Inseln Zypern und Malta. Neben einer sehr kleinen Umsatzsteuer haben diese Standorte noch einen weiteren Vorteil, denn in diesen Ländern werden anders als in Deutschland, die Steuern nicht automatisch abgeführt, sie werden vielmehr erst bei der alljährlichen Steuererklärung fällig.

Für den Trader bedeutet das, er behält das ganze Jahr über seine Liquidität. Auch die Broker müssen sich keine Gedanken machen, denn auch sie profitieren, weil sie keine Einbußen befürchten müssen und keine Probleme mehr haben, selbst wenn es viele Trades in kurzer Zeit gibt.

AUTOR

Fabian Simon

Erste Aktien-Trades im Alter von 14 Jahren, kaufmännische Ausbildung, Studium im Wirtschafts-Bereich. Auf FInanz-Liga.de teile ich mein angesammeltes Finanz-Wissen. Verständlich & ehrlich!

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