Was ist CFD Handel? (Definition und Erklärung)

Die sogenannten CFDs können sicherlich den spannendsten Errungenschaften im modernen Anlageuniversum zugeordnet werden. CFD steht für die englische Bezeichnung contract for difference. Auf diesen Seiten klären, wir mit verständlichen Definitionen & Erklärungen, was CFD Handel ist und wie er funktioniert.

Der CFD-Handel findet traditionell außerbörslich statt.

CFDs, die hierzulande auch als Differenzkontrakte Bezeichnung finden, kommen ursprünglich aus England, dem Mutterland vieler Finanzinnovationen. Sie wurden schon vor Jahrzehnten entwickelt, um die Stempelsteuer, die bei jeder Transaktion an der London Stock Exchange anfiel, zu umgehen. Diese Umgehung konnte bewerkstelligt werden, indem der Handel der Differenzkontrakte auf bestimmte Aktien direkt mit dem Anbieter erfolgte. Bei CFDs handelt es sich also um Finanzinstrumente, die traditionellerweise außerbörslich gehandelt werden.

CFD werden den derivativen Finanzinstrumenten zugeordnet

Mit dem Kauf eines Differenzkontrakts erwirbt man nicht den Basiswert selbst, sondern wettet ausschließlich auf dessen Preisveränderung. Es können zudem sowohl Long- als auch Short-Positionen eingegangen werden. Bei einer sogenannten Long-Position spekuliert der Händler auf steigende Kurse, bei einer sogenannten Short-Position auf fallende Kurse. CFDs eignen sich daher in erster Linie für den aktiven Trader, der sich mehrmals am Tag am Markt positionieren will. CFDs können aber auch als Hedging-Instrument Verwendung finden. CFDs können sich im Grunde genommen auf die unterschiedlichsten Basiswerte, auch Underlyings genannt, beziehen. Besonders häufig anzutreffen sind:

  • CFDs auf Währungspaare
  • CFDs auf diverse Aktienindizes
  • CFDs auf die Rohstoffe Gold, Silber und Öl
  • Bekannte und liquide Einzelaktien

CFDs unter risikotechnischen Gesichtspunkten betrachtet

CFDs gelten in der Öffentlichkeit vor allem deshalb als hochspekulative Finanzinstrumente, da sie in aller Regel mit einem sogenannten Hebel gehandelt werden. Das bedeutet, dass die Positionssumme beim Handel mit CFDs größer sein kann als die Summe, die der Händler als Sicherheitsleistung hinterlegt hat. Auf diese Weise ist der Einfluss von Kursveränderung des Basiswerts auf die Sicherheitsleistung, die auch als Margin Bezeichnung findet, relativ groß. Bei CFDs auf Währungen sind maximale Hebel von 40:1 keine Seltenheit. Bei CFDs auf Einzelaktien sind die maximalen Hebel jedoch weitaus geringer angesetzt.

Der Marktzugang

Der Handel mit CFDs gilt aus plattformtechnischer Sicht als relativ unkompliziert. Die Handelsplattformen, die speziell für den Handel mit CFDs konzipiert wurden, sind in der Regel voll ausgestattete Komplettlösungen mit intuitiver Ordermaske und zahlreichen Chartfunktionen. Die Kosten, die bei CFD-Handel entstehen können, fallen von Broker zu Broker und von Underlying zu Underlying recht
unterschiedlich aus. Möglich sind sowohl Transaktionskosten, Finanzierungskosten sowie Kosten für die Plattform oder für die Kontoführung.

Was ist der CFD Handel? Zusammengefasst:

  • Äußerbörslich gehandelte Finanzinstrumente mit einer derivativen Struktur
  • Vielseitig einsetzbar
  • In erster Linie für den aktiven und erfahrenen Trader geeignet
  • Einfach zu handeln und warten mit einer transparenten Kostenstruktur auf
AUTOR

Fabian Simon

Erste Aktien-Trades im Alter von 14 Jahren, kaufmännische Ausbildung, Studium im Wirtschafts-Bereich. Auf FInanz-Liga.de teile ich mein angesammeltes Finanz-Wissen. Verständlich & ehrlich!

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1 Kommentar “CFD Handel”

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